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Aquarium Sand oder Aquarium Kies?

Dies ist wohl die erste Frage die sich nach dem Kauf eines Aquariums stellt. Im Folgenden werden wir euch die Vor und die Nachteile von Aquarium Sand und Aquarium Kies aufzeigen. Am Ende dieser Seite werdet ihr in der Lage sein den idealen Bodenbelag für euer Aquarium auszuwählen.

Unterschied Aquarium Sand und Aquarium Kies

Die Unterscheidung der beiden Bodenbelege ist leichter als man denkt. Alles Material unterhalb einer Körnung von 2mm nennt man Sand, oberhalb von 2mm nennt man es Kies.

Wichtig beim Kauf von Aquarium Sand oder Aquarium Kies ist, sich nicht von falschen Bezeichnungen verwirren zu lassen. Feiner Aquarium Kies mit einer Körnung von beispielsweise 1.5mm ist kein Kies sondern Sand. Ausschlaggebend muss immer die Körnung sein, nicht die Bezeichnung des Materials.

Aquarium Sand

Entscheidet man sich für am Boden lebende Fische und Krebstiere sollte mindestens feiner Aquarien Kies gewählt werden. Bei der Bepflanzung sollte vermehrt auf Pflanzen mit schwach ausgeprägtem Wurzelwerk gesetzt werden.

Generell lässt sich sagen, dass sich für wühlende, am Boden lebende Fische Sand als Bodengrund anbietet.

Aquarium Sand wird üblicherweise in drei Kategorien eingeteilt:

  1. Feiner Sand – bis zu 0,4 mm
  2. Normaler Sand – 0,4mm-1,2mm
  3. Grober Sand – 1,2mm-1,9mm

Je feiner die Sandkörner sind, desto dichter wird der Boden. Dies ist einerseits ein Vorteil, da der im Aquarium vorhandene Schmutz, Futterreste oder Fischkot, nicht so leicht in den Boden eindringt. Dadurch sammelt sich der Schmutz auf der Bodenoberfläche und kann leicht entfernt werden. Die ist deutlich weniger Zeitaufwendig als bei einem Kiesbett.

Ein Nachteil von Aquarium Sand, insbesondere von sehr feinem ist, das Bakterien die für das Biologische Gleichgewicht wichtig sind, Probleme haben sich anzusiedeln. Deswegen kann es bei reinem Sandboden zu Fäulnisstellen kommen.

Dies erfordert erhöhte Aufmerksamkeit.

Viele Fische die nah am Boden schwimmen oder sogar über den Boden streifen verletzen sich an scharfkantigen Steinen. Die abgerundeten Sandkörner sind hier besonders gut geeignet, da sich die Fische hier kaum verletzen können.

Möchte man allerdings in seiner Unterwasserwelt Pflanzen ansiedeln, die ein starkes Wurzelwerk benötigen kann reiner Sandboden die falsche Entscheidung sein. Die Wurzeln finden hier oft schlechten Halt und auch die Versorgung mit Nährstoffen ist im feinen Sand oft problematisch.

Tipp: Um den Bodengrund locker zu halten bieten sich Turmdeckelschnecken an. Sie graben sich in den Boden ein. Dies sorgt dafür, dass der Boden sich nicht verdichten kann.

Aquarium Kies

Plant man einen Besatz mit Fischen die Orte zum Verstecken und zu Eiablage brauchen bietet sich Kies an. Auch zur Futtersuche nutzen manche Arten die kleinen Hohlräume die ein Kiesbett bietet.

Aquarium Kies lässt wie schon der Aquarium Sand in verschiedene Kategorien einteilen:

  1. Feiner Kies: 1,8mm-2,5mm
  2. Normaler Kies: 2,6mm-5mm  
  3. Grober Kies: 5mm- offen

Im Aquarienfachhandel gibt es jede Kies Sorte zu kaufen. Einen Unterschied zwischen grobem Sand und feinem Kies kann man eigentlich nicht feststellen, der Übergang ist hier fließend. Um den richtigen Kies auszuwählen sollte man beachten wie das Aquarium mit Fischen und Pflanzen bestückt werden soll.

Entscheidet man sich für am Boden lebende Fische und Krebstiere sollte mindestens feiner Aquarien Kies gewählt werden. Bei der Bepflanzung sollte vermehrt auf Pflanzen mit schwach ausgeprägtem Wurzelwerk gesetzt werden.

Wählt man allerdings eher größere Fische, die wenig am Boden leben, bietet sich eine gröbere Aquarien Kies Variante an. Nun kann auch bei der Bepflanzung auf größere Pflanzen mit ausgeprägtem Wurzelwerk gesetzt werden. Um den Wurzeln genug Halt zu geben, sollte eine Bodentiefe von mindestens 6cm eingehalten werden. Mit einer gröberen Kies Sorte lassen sich Aquarienlandschaften einfach gestalten. Allerdings ist zu beachten, das sich in den Zwischenräumen bei einer gröberen Kies Sorte leicht Schmutz ansammelt. Dieser Schmutz, hauptsächlich aus Fischkot und nicht gefressenem Futter kann das biologische Gleichgewicht in einem Aquarium leicht ins Wanken bringen.

Besonderheiten bei Aquarium Kies

Generell musst du darauf achten, dass der Kies keine scharfen Kanten besitzt. Fische die sich am Boden bewegen könne sich an scharfen Kanten sonst leicht verletzen.

Beim Kauf von Aquarien Kies sollte definitiv auf zertifizierte Produkte zurückgegriffen werden. Bei minderwertigem Kies kommt es durchaus vor, das Chemikalien ins Wasser abgegeben werden. Hier musst du vorsichtig sein.

Deswegen gilt selbst bei hochwertigen Produkten unbedingt vor Gebrauch waschen!!!

Entscheidet man sich für gefärbten Kies sollte man beobachten ob sich das Verhalten der Fische eventuell ändert. In diesem Fall empfehlen wir euch den Kies schnellstmöglich zu entfernen. Aus diesem Grund ist Naturkies definitiv zu empfehlen.

Bevor man Kies ins Aquarium einfüllt, ist es wichtig den Kies zu begutachten. Es ist darauf zu achten das der Kies in etwa die selbe Größe aufweist. Auch Fremdkörper sind hierbei zu entfernen.

Beim Einfüllen ins Becken ist Vorsicht geboten. Kippt man den Kies zu ungestüm auf das Glas besteht Bruchgefahr!!!

Bodengrund vorbereiten

Unabhängig ob Aquarium Sand oder Aquarium Kies: Das Material ist vor dem Einfüllen zu waschen. Im Idealfall sogar mehrfach. Durch das Waschen werden ungewünschte Schwebstoffe und Verunreinigungen entfernt. Auch die Abgabe von eventuellen Chemikalien wird hierdurch verringertGrößerer Schmutz wird am besten vorher per Hand entfernt. Wichtig ist, dass kein Kalk ins Becken gelangt. Aus diesem Grund muss ein besonderes Augenmerk auf Muschelstücke oder Schneckenhäuser gerichtet werden.